Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

 
 
 
 
 
 
 
 

Tag der Erziehung 2018

Transgenerationale Auswirkung perinataler (psycho-) toxischer Umwelt auf die Entwicklung von Gehirn und Verhalten



Unter diesem Titel findet am 13. März 2018 der 15. Magdeburger Tag der Erziehung, an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, statt.

Frau Prof. Dr. Katharina Braun, Leiterin und Lehrstuhlinhaberin der Abteilung „Zoologie und Entwicklungsneurobiologie“ des Instituts für Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, wird in Ihrem Vortrag Beispiele von neurotoxischen Giftstoffen in unserer unmittelbaren Umwelt vorstellen, die insbesondere das kindliche Gehirn (und andere Körperorgane) in ihrer Entwicklung beeinträchtigen und damit zu organischen Schädigungen und Ausfallserscheinungen führen. Darüber hinaus wird Sie den schädigenden Einfluss von Nikotin, Drogen und Alkohol auf die Entwicklung des embryonalen Gehirns und die daraus resultierenden Langzeitfolgen darlegen.

In dem darauffolgenden Vortrag wird Herr Prof. Dr. Jörg Bock, Leiter der Arbeitsgruppe „Epigenetik und Strukturelle Plastizität“ des Instituts für Biologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, über die Auswirkungen früher psychosozialer Traumata auf die Gehirnentwicklung sprechen. Er wird erläutern, dass sowohl in Studien an Tiermodellen als auch in Humanstudien neuronale Veränderungen nach frühen Traumata oder Stresserfahrungen nachweisbar sind, die die Gehirnfunktion beeinträchtigen und sich geschlechtsbezogen unterschiedlich darstellen. Zudem wird dargelegt, dass frühe Negativerfahrungen, in Abhängigkeit von Dauer und Intensität, auch zu positiven neuronalen Anpassungen führen können, die sich in späteren Lebensphasen in einer besseren Stressbewältigung bzw. Resilienz zeigen. Schließlich wird der Begriff der Epigenetik erklärt und deren Bedeutung für die genannten Prozesse aufgezeigt.

Im Anschluss wird Frau Prof. Dr. Kerstin Konrad, Leiterin der Arbeitsgruppe „Kognitive Entwicklung“ am Institut für Neurowissenschaften und Medizin der Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, in Ihrem Vortrag zunächst aktuelle Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen von frühkindlichen Stresserfahrungen auf die Entwicklung des menschlichen Gehirns darstellen. Dabei soll insbesondere der Zusammenhang mit Veränderungen der sozialen Wahrnehmung und des emotionalen Erlebens bei Kindern mit frühkindlichen Stresserfahrungen hergestellt werden. Ferner sollen Mechanismen aufgezeigt werden, wie die Stressverarbeitung sich langfristig durch frühe Traumatisierung verändern kann. Insbesondere wird Sie sich mit der Frage beschäftigen, welche positiven und negativen Veränderungen in der Pubertät zu erwarten sind. Abschließend sollen Schutzfaktoren und therapeutische Ansätze für Kinder und Jugendliche diskutiert werden.

Hier finden Sie das Programm.

 

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Letzte Änderung: 19.02.2018 - Ansprechpartner:
 
 
 
 
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